Überleben unter Scootern

Lebensgefahr im Paradies

In den ersten Tagen meines Aufenthalts dachte ich noch, es liegt an der Klimaumstellung oder dem Jetlag, dass mir immer so schwindelig und schlecht wird. Bald stellte ich aber fest, dass zwischen meiner Befindlichkeit und meinem Aufenthaltsort durchaus eine Korrelation besteht.

Sobald ich mich nĂ€mlich lĂ€nger im Zentrum von Ubud (Bali-Indonesien) aufhalte, passiert es: Mir wird ĂŒbel und schummerig. Die Ursache war dann auch schnell identifiziert: Es sind die „Scooter“, die kleinen ratternden Zweitakter. Sie verursachen nicht nur einen nervtötenden LĂ€rm, sondern produzieren auch noch reichlich Schadstoffe. Wie ich mittlerweile gelernt habe, liegt der Ausstoß nicht nur ĂŒber denen von Pkws, sondern ĂŒbertrifft auch noch Lkws, obwohl die Roller wesentlich weniger Benzin verbrennen.

Ein tödlicher Cocktail

Es ist in diesem Fall die Mischung – Benzin plus Öl – die es macht! Genau dieser Treibstoff, den die Scooter zum Fortbewegen benötigen, lĂ€sst dann auch den tödlichen Cocktail aus primĂ€ren organischen Aerosolen (POA), Benzol, unverbrannten Treibstoffresten und Abbauprodukten von Öl entstehen, der als Konsequenz permanent in die Luft geblasen wird.

Ich wohne nicht auf dem Land

Um eines kurz klarzustellen: Ich komme nicht vom Lande oder bin nur mit sauberer Luft aufgewachsen, sondern wohne in einer deutschen Großstadt; allerdings kann ich mich bewusst nicht an eine derartige Luftbelastung erinnern, wie sie hier zurzeit im „Paradies“ herrscht. Ich möchte und kann allerdings auch keine wissenschaftliche Studie zu dem Thema ausarbeiten. (Wenn Du tiefer in die Thematik eintauchen möchtest, bitte einfach selbst mal googeln.)

Bei meinen eigenen Recherchen habe ich aber einen Artikel gefunden, der aussagt, dass die Stadt TĂŒbingen eine „AbwrackprĂ€mie fĂŒr Mopeds“ einfĂŒhrt – und zwar, weil der Schadstoffausstoß so dermaßen hoch ist, dass der OberbĂŒrgermeister Boris Palme die beliebten ZweirĂ€der sogar als „GiftgasgerĂ€te“ bezeichnet. Die Stadt hat allerdings dem Artikel zufolge mit nur ca. 100 Mopeds pro Tag gerechnet.

Im Vergleich zu Bali ist das der reinste Sarkasmus, denn hier sehe ich mindestens 100 Drecksschleudern pro Minute. Mit den Motorrollern wird hier alles erledigt: MobilitĂ€t in der Freizeit, der Weg zwischen Zuhause und ArbeitsstĂ€tte, der Transport von Waren und GĂŒtern, die Beförderung der gesamten Familie (auf einer Maschine), das eigene Business (mobile GarkĂŒchen, Lieferservice…), an jeder Ecke eine Vermietung fĂŒr Touristen und, nicht zuletzt, das eigene kleine Taxi-Unternehmen.

Es gibt keine vernĂŒnftigen Alternativen

Und genau da liegt das Problem: Man kann die Dinger trotz der enormen Umweltbelastung nicht einfach abschaffen, denn es gibt zurzeit noch keine bezahlbaren (oder ĂŒberhaupt irgendwelche) Alternativen fĂŒr die Bevölkerung. Fahrradfahren ist anscheinend keine Option, und weil es an Lösungen mangelt, sitzt ihnen sprichwörtlich erstmal das Hemd nĂ€her als die Hose.

Ein zweischneidiges Schwert

Ich habe allerdings das GefĂŒhl, das es sich dabei um ein zweischneidiges Schwert handelt – vielleicht so Ă€hnlich wie mit dem PlastikmĂŒll, zu dem ich auch noch ein paar Worte geschrieben habe (noch nicht veröffentlicht). Ich hoffe, gegen den Feinstaub wird schneller eine Lösung gefunden, bevor hier bald alle Luftnot bekommen und tot umfallen oder einen Herzinfarkt erleiden. Zum Problem PlastikmĂŒll wurde ja von Indonesiens Regierung kĂŒrzlich der Notstand ausgerufen – ich wĂŒnsche ihnen von ganzem Herzen viel GlĂŒck und ein gutes Gelingen!

Ich selbst habe mir ĂŒbrigens noch keine dieser NĂ€hmaschinen ausgeliehen, um damit stĂ€ndig rumzugurken und ebenfalls Teil des Problems zu seins. Meine eigene CO2-Bilanz ist ja auch so schon ganz ordentlich, alleine, wenn ich den Flug hierhin berechne. Allerdings gibt es fĂŒr/gegen das Benutzen eines Scooter noch ganz andere GrĂŒnde. Zum Beispiel die eigene Sicherheit im Straßenverkehr: Es gibt hier eigentlich kaum Verkehrsregeln, oder wenn, dann haben sich diese mir noch nicht erschlossen.

Verkehrsregeln musst Du vergessen

Alles, was ich mal in der Fahrschule gelernt habe, spielt hier kaum eine Rolle. Einbahnstraßen, durchgezogene Linien, Ampeln, Zebrastreifen, links oder rechts fahren, eben allgemeingĂŒltige Regeln, die in Deutschland (meistens zumindest) beachtet werden. All das ist, im besten Falle, nur als theoretischer Überbau vorhanden. Bei genauerer Beobachtung ist das Fehlen von Regeln auf eine merkwĂŒrdige Weise auch logisch und offensichtlich: Mit festen Regeln wĂŒrde das gesamte System implodieren. Ich habe keine genauen Zahlen, wie viele der beschriebenen FeuerstĂŒhle hier rumgasen; gefĂŒhlt sind es aber mehr, als die Insel Einwohner hat.

Das Drama spielt sich in der Regel nicht auf gut ausgebauten Straßen ab, sondern meist auf kleineren Pisten. Die Hauptstraßen hier in Ubud sind maximal zweispurig, die Nebenstraßen einspurig. So oder so muss sich der gesamte Verkehr den Platz teilen. Die Akteure sind an erster Stelle natĂŒrlich die Mopeds (die bilden eindeutig die Mehrheit), Autos, ein paar Fahrradfahrer (meist Touristen), mobile HĂ€ndler (die Nahrung jeglicher Art anbieten), FußgĂ€nger und zuletzt die Hunde. Um das Gewusel zu perfektionieren, haben die Indonesier den ganzen Verkehr auch noch auf Links gedreht, alles fĂ€hrt also „verkehrt herum“.

Tropischer Regen – Eine Naturgewalt

Auch wenn es kaum zu glauben ist: Es gibt sogar noch eine Steigerungsform zu diesen ohnehin unĂŒbersichtlichen Chaos: Regen! Kein harmloser deutscher Regen, sondern tropischer Regen. Meistens zu erleben in, wer hĂ€tte das gedacht, der Regenzeit. Diese trĂ€gt ihren Namen zurecht: Die Schleusen des Himmels tun sich auf und lassen in kĂŒrzester Zeit unvorstellbare Wassermassen auf die Stadt und alles, was sich in ihr befindet, pladdern.

Mit dem Boot durch die Straßen schippern

Nach zwei Minuten könnte man theoretisch auch mit dem Boot durch den dann entstanden Straßen-Kanal schippern (das hab ich allerdings noch nicht gesehen). Leicht vorzustellen, dass ein solches Wetterereignis nicht gerade entspannend auf den Verkehr und seine Teilnehmer wirkt. Ein beeindruckendes Schauspiel ist der Niedergang der Wassermassen aber in jedem Fall, vielleicht schreibe ich zu dem Thema auch noch mal was (ich liebe diesen warmen Regen, denn Du hast dadurch eine sehr direkte Verbindung mit den Naturgewalten).

Beobachtung am Rande: Kein Hund kennt hier eine Leine, jedenfalls habe ich noch keine gesehen (die einzigen Ausnahmen sind die Hunde von Touristen und ein Schoßhund, der von einem Einheimischen getragen wurde).  Faszinierend dabei ist, dass die Flohteppiche trotzdem nicht alle Nase lang ĂŒberfahren werden. Sie finden sich im Verkehrschaos „wunderbar“ zurecht. Aber nicht, dass jetzt jemand auf die Idee kommt, die motorgetriebenen Fahrzeuge wĂŒrden eventuell RĂŒcksicht nehmen oder gar bremsen – niemals, oder nur als letzte aller Möglichkeiten.

Bremsen ist einfach keine Option. Hupen vielleicht, allerdings nicht fĂŒr Hunde. Trotzdem ĂŒberleben die Tiere das irgendwie und ĂŒberqueren, selbst im stĂ€rksten Verkehr, routiniert die Fahrbahn; ich habe das oft mit großer Bewunderung beobachtet. Die alten, kranken und schon fast vergammelten Köter warten lieber auf eine grĂ¶ĂŸere LĂŒcke; die jungen Wilden lassen es auch gerne mal sportlich angehen. Jeder nach seinen Möglichkeiten also, aber ich habe nie gesehen, dass die Viecher, ohne zu gucken, dusselig und vertrĂ€umt auf die Straße tapern, um gleich darauf einen KĂŒhler zu schmĂŒcken bzw. einen Scooter auszubremsen.

In Deutschland wĂ€re das undenkbar – in der Bundesrepublik gilt meist das Motto: Leine los, Hund tot. Ziemlich sichere Sache. Dazu kommt noch Ärger mit dem GeschĂ€digten der Versicherung, ganz abgesehen natĂŒrlich auch von der persönlichen Betroffenheit. Das gibt’s hier alles nicht – die Hunde haben oftmals keinen wirklichen Besitzer, aber sie haben gelernt, was sie zu tun und zu lassen haben, kennen ihren Platz und latschen nicht unvorsichtig auf die Straße.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich hier besonders viele Menschen mit Haftung und Versicherung fĂŒr Hunde auskennen. Faszinierend, wie anpassungsfĂ€hig doch so ein Tier sein kann.

FußgĂ€nger – Das schwĂ€chste Glied in der Kette

Die FußgĂ€nger könnten theoretisch auch auf den „BĂŒrgersteigen“ laufen, falls tatsĂ€chlich einmal welche vorhanden sind, allerdings sind diese dann vollkommen zugeparkt von den Mofas. Zugeparkt bedeutet hier auch wirklich flĂ€chendeckend belegt, ohne RĂŒcksicht auf anderweitige Interessen. Alles wird einfach quer gestellt, wo und wie es passt.

Damit befindest Du Dich als FußgĂ€nger nun in der misslichen Lage, stĂ€ndig vom „Gehweg“ auf die Strasse wechseln zu mĂŒssen. Die meisten interessiert bald nicht mehr, ob sie den Gehweg oder die Straße nutzen, und alle laufen da, wo gerade ein wenig Platz ist, denn es geht auch kaum anders. Jetzt befinden sich alle auf der Fahrbahn – das Spiel beginnt!

Dem Wahnsinn einfach ausgeliefert

Anfangs hatte ich wirklich Angst! Du kannst unmöglich den Überblick behalten oder gar die Situation kontrollieren; nein, Du bist dem Wahnsinn einfach ausgeliefert. Also fallen lassen und mitschwimmen, ansonsten musst Du leider im Hotel oder Deinem Appartement bleiben; keine Chance! Wenn Du es aber schaffst und die nötige Gelassenheit (oder GleichgĂŒltigkeit) entwickelst, dann funktioniert es irgendwie; Du darfst eben nur nicht weiter darĂŒber nachdenken.

Und entgegen der Meinung, die insbesondere die Einheimischen vertreten, ist diese ganze Szenerie sehr wohl gefĂ€hrlich! Ich persönlich habe in zwei mehreren Wochen bereits drei sehr viele UnfĂ€lle gesehen, immer mit Moped-Beteiligung – alles andere wĂŒrde ehrlich gesagt auch an ein Wunder grenzen. Alles fĂ€hrt und geht durcheinander, und jeder macht was er/sie/es will; da muss es zwangslĂ€ufig zu Konflikten, MissverstĂ€ndnissen und daraus resultierenden UnfĂ€llen kommen.

Die Hupe ist lebensnotwendig

Die einzige Art der Kommunikation, die die Katastrophe noch etwas hinauszögert, ist die Hupe. DAS Mittel der Wahl, wenn es um gegenseitige Kommunikation im Straßenverkehr geht. Ein kleiner Druck auf den Knopf gibt den Weg frei fĂŒr ein FĂŒllhorn an Botschaften. Im wahrsten Sinne des Wortes. Alle Bedeutungen habe ich selbstverstĂ€ndlich noch nicht interpretieren oder ĂŒbersetzen können, einige haben sich mir allerdings schon erschlossen (so glaube ich zumindest).

Erst einmal alles vergessen

Zuerst musst Du alles vergessen, was Du ĂŒber Hupen in Deutschland kennst und das zuvor Geschriebene berĂŒcksichtigen. Die Hupe ist hier essenziell und nicht nur zu benutzen, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt, so wie es eigentlich im deutschen Straßenverkehr vorgesehen ist.

Die Semiotik des Hupens – Das kleine Einmaleins:

Einfache Vokabeln (kurzes TĂŒt | kurzes TĂŒt-TĂŒt)

  • Achtung, ich bremse nicht!
  • Hallo!
  • Danke!
  • Bitte!
  • TschĂŒĂŸ!
  • Taxi!?

Erweiterte Linguistik (kurzes TĂŒt | langes TĂŒt)

  • Achtung, ich bremse nicht!
  • Geh mal beiseite!
  • Vorsicht, ich ĂŒberhole dich jetzt!
  • Obacht, ich fahre auf der falschen Fahrbahn!
  • Ich habe dich gesehen, siehst du mich auch!?
  • Guck mal, ich fahre jetzt neben dir!
  • Mach Platz, ich bin schneller!
  • Alles OK!

Meisterklasse (sehr langes TĂŒt | kurzes TĂŒt + langes TĂŒt)

  • Achtung, ich bremse nicht!
  • Mach Platz, ich passe noch dazwischen!
  • Habe ich lĂ€ngst gesehen, ich bin doch nicht blind!
  • Reg dich nicht so auf!

Entziffere den Code!

Aufgrund der multifunktionalen Signale ist es natĂŒrlich unabdingbar, den empfangenen Code mit dem visuellen Umfeld und den eigenen Emotionen abzugleichen. Gefolgt von einer blitzschnellen Reaktion und der richtigen Entscheidung sicherst Du Dir das Überleben im Straßenverkehr auf Bali.

Wenn Du Dich auf der Straße mit dieser Aufgabe ĂŒberfordert fĂŒhlen solltest, unsicher bist oder einfach keine Lust hat, in irgendeiner Art und Weise zu reagieren, dann signalisierst Du dies dem Hupenden ganz einfach mit UntĂ€tigkeit. Peng! Jetzt weiß er Bescheid. Du hast den Ball zurĂŒckgespielt; die Kommunikation ist fehlgeschlagen. Nun muss er wieder handeln.

Entscheide weise!

Allerdings solltest Du bedenken: Das Unterlassen irgendeiner Handlung kann ebenfalls bedeuten, dass Du dem Anliegen Deines GegenĂŒbers zustimmst und ihn/sie gewĂ€hren lĂ€sst. Also wĂ€ge sorgsam ab und entscheide weise.

Bis dahin meine Feldstudie, auf die ich hier ausdrĂŒcklich, schon aus haftungstechnischen GrĂŒnden, keine Garantie geben kann und will! Das betrifft gleichermaßen die VollstĂ€ndigkeit, als auch die Übersetzung der gelisteten Hupsignale. Abgesehen davon bezweifle ich, dass es ĂŒberhaupt einen vollstĂ€ndigen, verlĂ€sslichen Katalog gibt beziehungsweise dieser von irgendjemandem beherrscht wird, und selbst wenn, mĂŒsste dieser „jemand“ ja auch noch gleichzeitig auf ein GegenĂŒber treffen, der alles fehlerfrei versteht. Ich gebe somit zu Bedenken, welche FĂŒlle von menschlichen, technischen und situativen EinflĂŒssen hier außerdem noch eine Rolle spielt.

Mit der Gasmaske im Paradies der Götter

Das aber nur am Rande, zurĂŒck zum eigentlichen Thema bzw. zu meinem toxischen Schock durch die Scooter. Mir wird echt schlecht davon, und ich will wirklich keine Pussy sein! Ich musste etwas tun, soviel stand schnell fest, und da lag nichts nĂ€her, als es manchen Balinesen gleichzutun und mir auch so eine Atemmaske zu kaufen. So eine, die auch im Krankenhaus oder von den Menschen in Chinas GroßstĂ€dten getragen wird.

Einfache Filter helfen nicht wirklich

Wahnsinn, dachte ich noch, da biste jetzt im „Paradies der Götter“ und lĂ€ufst mit ’ner Gasmaske durch die Gegend – irgendwie pervers. Und das Ergebnis war ernĂŒchternd: Der Filter der Atemmaske funktioniert nicht wirklich. Er lindert das Ganze zwar etwas, aber die beworbene Reduktion auf der Verpackung bezieht sich wohl eher auf Laborbedingungen, wenn alles durch die Membran gefiltert wird und nicht 80 % der Luft und somit auch der Schadstoffe an den Seiten ihren Weg zu deinen Lungen finden. Pech gehabt!

Kannst Du den Moloch ĂŒberleben?

Ich vermute, der Aufenthalt in Ubud wird mir wohl nicht den schnellen Tod bringen, wahrscheinlich aber meine Gesamtlebenszeit verkĂŒrzen – egal, das war mir noch nie so wichtig. Derweil koordiniere ich meine Wege möglichst optimal ĂŒber die kleineren Straßen und versuche, den Moloch zu vermeiden. Abseits der vielbefahrenen Strecken findet man ohnehin die schöneren Ecken und die netteren Menschen.

Als Bonus erhalte ich durch die meist lĂ€ngeren Wege ein kostenloses Workout, und wenn ich unterwegs Hunger bekommen sollte, ist das Angebot meist authentischer, wohlschmeckender und gĂŒnstiger. Und dem paradiesischen Eindruck, den man von Indonesien wohl eigentlich erwartet, komme ich so auch gleich viel nĂ€her.

Update

Mittlerweile bin ich umgezogen nach Tibubeneng, Badung – ebenfalls noch auf Bali. Ich habe eine schöne Bleibe und es eigentlich ganz gut getroffen. Scooter-technisch, legen die Jungs und MĂ€dels hier allerdings noch mal eine Schippe drauf. Auf der Kreuzung, ein paar hundert Meter von meinem Apartment sieht es den ganzen Tag so aus:

 

4 Kommentare

  1. Frank! 🙂 Das mit der Luftverschmutzung durch Mopeds und Autos ist mir nur zu gut aus Bangkok bekannt. Da war mir auch so oft schwindelig und ich hatte extreme Kopfschmerzen – alles nur von den giftigen Abgasen.

    Freut mich jedenfalls, dass du so viele Abenteuer erlebst. Und dass die Tiere schlau genug sind, die Straßen heile zu ĂŒberqueren. 🙂

    GrĂŒĂŸe ein paar Streuner von mir!!!
    Umarmungen,

    Mimi

    1. Liebste Mimi,

      Bangkok mag ich mir, diesbezĂŒglich, gar nicht erst vorstellen… Wobei ich zugeben muss, dass die Stadt noch auf meiner To-Do-Liste steht. FĂŒr ein paar Tage werde ich sie definitiv besuchen.
      Allerdings, die Erwartungshaltung ist dort ja ein andere. Da wĂ€rst Du ja schon fast enttĂ€uscht, wenn Du nicht die volle Dröhnung bekommst; an Verkehr, Menschen, Chaos, LautstĂ€rke und leider auch, an schlechter Luft…
      Aber jetzt bin ich besser vorbereitet. Falls der Besuch dann wirklich konkret wird, packe ich eine wirksame Gasmaske ins GepĂ€ck. 😉

      Die Streuner habe ich bereits gegrĂŒĂŸt.
      KUSSI, f!

  2. das erinnert mich sehr an meine aufenthalte in indien und nepal.
    dort konnten wir unter den hupsignalen als erstes das hupen vor der kurve als kommunikation erkennen. von wegen „achtung ich komme bleib auf deiner seite dann bleib ich auf meiner seite“. hier war das antworten unbedingt erforderlich, sonst gab es ja keinen grund auf der eigenen seite durch die kurve zu schmettern.
    Ă€hnlich war das signal (hauptsĂ€chlich in nepal erlebt) in den bergen. immer dann wenn es keine einsicht auf die weiterfĂŒhrende fahrbahn gab. von wegen „achtung hier komme ich!“ „ist da wer auf den ich rĂŒcksicht nehmen muss?“ auch hier ist eine antwort unbedingt erforderlich!
    als fußgĂ€nger und nutzer der öffentlichen verkehrsmittel haben wir gelernt in diesen fĂ€llen die fahrbahn auf schnellstem wege zu verlassen oder selbst eine hupe im gepĂ€ck zu tragen.

    soweit aus der heimat 🙂

    1. Halli Hallo Tanja!

      „selbst eine Hupe im GepĂ€ck“, das ist ja eine famose Idee! 😉
      Ich werde mal prĂŒfen, ob sich das realisieren lĂ€sst und dann, die balinesischen Heizer verwirren. GrundsĂ€tzlich hast Du mit Deinen Beobachtungen allerdings recht, obwohl es sich, mit den hiesigen VerhĂ€ltnissen nicht 1 zu 1 deckt.
      Ich vermute, da existieren noch diverse regionale Dialekte…

      Liebe GrĂŒĂŸe aus dem Urwald!

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